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Workshop mit Uisenma Borchu

WorkshopkonzeptionUisenma Borchu


Empathie – was ist das? Und was hat das mit Schauspielen zu tun?

In einem kleinen Kreis von maximal 10 Kindern möchte ich mit ihnen über das Thema des Schauspiels reden. Die Annäherung soll vor allem über die Entwicklung der Empathie kommen. Es ist wichtig, dass die Kinder dabei auch sich selbst reflektieren und darüber nachdenken, was es eigentlich heißt, wenn man sich in jemand anderen hineinversetzt. Der Mensch, der auf der Bühne steht oder vor der Kamera, behauptet meistens jemand anderes zu sein – wie sehen da die Grundgedanken aus?

Es geht nicht um Definitionen und Regeln, die man über die Schauspielerei kennt. Die Kinder sollen einen eigenen Weg finden, wie man sich in andere Personen hineinversetzt, ganz einfach mit ihren Gefühlen und Erfahrungen. Dazu muss man sich selbst besser kennen lernen und sich in Kontrast setzen. Wie funktioniert das?

Kleine Übungen sollen helfen, sich besser auszudrücken, wie man die Welt wahrnimmt, die Schule, die Freunde, die Eltern und sich selbst. Inwieweit haben sie schon ihren Ausdruck gefunden, der ihnen hilft. Schreiben sie Tagebücher, Gedichte, Geschichten… Welche Beschäftigung haben sie, um sich überhaupt auszudrücken? Es ist mir wichtig, dass ich in dem kleinen Kreis auf ihre individuellen Entwicklungen eingehe, um ihre Sicht besser zu verstehen.

Mit einer Filmvorführung werden die Kinder dann über die Hauptfigur reden: Um wen handelt es sich, wie fühlt er sich, was ist sein Ziel, was sind seine Probleme, warum schafft er es oder nicht usw. … Warum wurde diese Figur mit diesen Kontrasten gewählt?

Am nächsten Tag sollen die Kinder eine Szene aus dem Film frei nach Gefühl selbst inszenieren mit meiner Unterstützung aber vor allem auch als Darsteller:innen improvisieren. Es wird keinen Text geben, aber sie wissen, wo das Ziel ist und darauf steuern sie zu. Wir werden danach ihre Szenen erörtern.

Dieser Workshop soll dazu dienen, dass die Kinder ein besseres Gefühl für sich selbst erlangen, vor allem sind sie nicht nur der filmischen Empathie nähergekommen, sondern sie bewegen sich vielleicht auch in ihrer Umwelt etwas umsichtiger und reflektierter. Ich denke, dass diese zwei Tage sehr spannend werden und wir im Austausch viel voneinander lernen können.

Workshop mit Uisenma Borchu
Foto: Sven Zellner

FILM MACHT SCHULE bringt Filmemacher:innen mit Kindern und Jugendlichen zusammen – eine Konstellation, die es im Alltag so nicht gibt. Es bietet uns die Möglichkeit zu lernen und gemeinsam im kreativen Prozess die Ausdrucksmöglichkeiten des Films zu entdecken.

 

Für mich bedeutet es auch Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten ganz im Sinne der Jugend, die von uns Älteren Unterstützung und Inspiration braucht.